Archive for Mai, 2009

Aidsbehandlung in Afrika

Montag, Mai 25th, 2009

Lindern statt heilen mangels Medikamente
Die medikamentöse Behandlung von Aids in Afrika ist kaum gegeben. So bleibt den Medizinern nichts weiter zu tun, als die Symptome zu behandeln und so gut es geht zu lindern. Medikamente gegen Aids sind teuer und für den afrikanischen Kontinent kaum erschwinglich. Außerdem ist die Zahl der an Aids Erkrankten südlich der Sahara zu hoch, um sie alle mit Medikamenten zu behandeln. Allerdings ist es ratsam, den Einsatz von HIV-Tests verstärkt durchzuführen, um eine Grundlage zu bekommen, wie man der Ausbreitung begegnen kann.

Aidskranke Kinder in Afrika
Da es sowieso schon kaum Medikamente zur erfolgreichen Behandlung von Aidserkrankungen in Afrika gibt, gestaltet sich die erfolgreiche Behandlung von erkrankten Kindern umso schwerer, da es keine Präparate speziell für sie gibt. Aus diesem Grunde wenden sich zahlreiche Hilfsorganisationen immer wieder an die Bevölkerungen im Westen und bitten dort um Unterstützung, dass auch den Kindern in armen Ländern die Hilfe zukommt, die sie nötig haben. Die wenigen Präparate, die den Ärzten vor Ort zur Verfügung stehen, werden aus der Not heraus auch auf Kinder angewandt. Sie werden entweder in verdünnter Dosis oder mit süßem Sirup vermischt den kleinen Patienten verabreicht, wie UNICEF berichtet.

Aufklärung ist wirkungsvoll
Umso verbreiteter und nützlicher sind jene Hilfsprojekte in Afrika, die sich der Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung verschrieben haben. Der Weiterverbreitung von Aids durch ungeschützten Geschlechtsverkehr gilt es Einhalt zu gebieten. Nicht nur den richtigen Gebrauch von Kondomen gilt es verständlich zu erklären, sondern vor allem deutlich zu machen, dass Aids keine „Strafe Gottes“ ist, also ein Schicksal, in das man sich chancenlos zu fügen hat. Aids ist menschengemacht. Das muss bei den Afrikanern ankommen. Und hier leisten Ärzte und Entwicklungshelfer die wichtigste Arbeit im Kampf gegen das tödliche Schicksal. Nur wenn in nicht endenden Kampagnen immer wieder aufgezeigt wird, dass Aids vermeidbar ist, lässt sich der Teufelskreislauf in Zukunft durchbrechen.

Spielzeuge – Armut in deutschen Kinderzimmern

Montag, Mai 25th, 2009

Thomas Max Müller @ Pixelio.deImmer wieder werden in den Tageszeitungen die neuesten Statistiken zum Thema „Armut“ veröffentlicht. Leidtragende prekärer Einkommenssituationen am unteren Limit oder von Hartz IV Unterstützung sind in jedem Falle immer die Kinder. Auch Kinder, die in Betreuungsanstalten aufwachsen, sind davon betroffen. Alle Kinder wollen sich frei entfalten, wollen sich entwickeln und mitreden können. Dazu gehört das Spielen. Neben kindtypischen Spielen, die außer einer großen Portion Phantasie nichts benötigen gibt es noch moderne Trendspiele, wie sie bspw. über Spielekonsolen gespielt werden. Diese Spiele fördern neben der spielerisch-taktischen Geschicklichkeit auch das Sozialverhalten. Die Helden dieser Spiele gibt es als Action Figuren nicht nur virtuell, sondern auch greifbar als Spielfiguren zum Spielen und Sammeln in den Kaufhäusern.

Neue Helden der Kindheit als Vorbilder
Action Figuren sind die Helden der Kinder aller Generationen. Waren es zu Zeiten unserer Großväter vielleicht noch Westernhelden oder Ritter, wurden sie in den Siebzigern von Big Jim – Puppen abgelöst. Heute tragen die Helden der Kinderzimmer Namen wie Raiden, Boss oder Snake Crouching und sie sind die Protagonisten berühmter Action Spiele für die Playstation wie Metal Gear Solid. Das Kindsein könnte so einfach sein. Über die Heldenfiguren bilden sich besondere charakterliche Eigenschaften wie Stärke und Zuverlässigkeit oder aber körperliche Kraft heraus, denn jedes Kind will ein wenig sein wie seine bevorzugte Action Figur.

Kinder wollen ohne Verzicht spielen
Nicht nur bei den Action Spielen ohne Altersbeschränkung, die bereits die Kleinen nutzen können, sondern auch bei denen, die erst ab 16 Jahren freigegeben sind, gilt, dass es im Kreise der Kinder und Jugendlichen zur Allgemeinbildung gehört, über diese Spiele mitreden zu können. Wer das mangels Geldes nicht kann, wird schnell ausgegrenzt. Aus diesem Grunde müsste es ein politisches Anliegen der Verantwortlichen sein, armen Familien und Heimen den kostengünstigen Zugang zu Trendspielen und den dazugehörigen Action Figuren zu ermöglichen und nicht auf Kinderspiele von anno dazumal verweisen, die es früher auch ohne Geld gab. Denn Kinder wollen und müssen ohne Verzicht spielen können!